

Skulpturale Tische in Handarbeit
Kauri-Holz ist kein gewöhnliches Möbelholz, sondern ein subfossiles Naturmaterial mit besonderer Herkunft und großer Materialtiefe. Weil Massivholz auf Feuchtigkeit reagiert und sich in der Nutzung bewegen kann, sind Trocknung, Spannungsabbau und sorgfältige Bearbeitung entscheidend. Erst wenn die Tischplatte vorbereitet ist, entsteht aus dem gewachsenen Rohstück ein Tisch, der im Alltag ruhig, stabil und dauerhaft nutzbar bleibt.

Nach dem Lufttrocknen bringe ich jede Tischplatte in meiner Trockenkammer auf etwa 8 % Holzfeuchte. Damit nehme ich die späteren Bewegungen des Holzes in beheizten Innenräumen weitgehend vorweg. Holz nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab, deshalb beeinflusst die Holzfeuchte Planbarkeit, Formstabilität und Oberflächenqualität.
Wichtig ist mir dabei immer auch der spätere Einsatzort. Ein Massivholztisch, der in der Nähe eines Kamins steht oder starkem Sonnenlicht ausgesetzt ist, braucht eine besonders sorgfältige Vorbereitung. Erst nach dieser Trocknung beginnt die eigentliche Bearbeitung der Platte.

Jede Kauri-Platte ist anders. Wurzelanteil, Stammanteil, Rindenbereiche, natürliche Öffnungen und innere Spannungen bestimmen, wie ich weiterarbeite. Nicht die Maschine entscheidet über die Form, sondern das Material selbst. So entsteht keine Standardbearbeitung, sondern eine auf das jeweilige Stück abgestimmte Entwicklung.

Besonders beim Kauri-Wurzelholz arbeite ich mit großem Respekt vor der gewachsenen Struktur. Poröse Bereiche, Risse, Naturöffnungen, Rinde, Wurzeläste und eingewachsener Bernstein bleiben sichtbar und werden mit hochwertigem Epoxidharz stabilisiert. So lassen sich auch große Tischplatten aus einem Stück ausarbeiten, ohne den Naturcharakter zu verlieren.
Diese Verbindung aus ursprünglicher Form und technischer Verfestigung macht die Wurzeltische besonders. Aus einer bewegten, offenen Struktur entsteht eine feste Einheit mit außergewöhnlicher Tiefe und Präsenz.
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Bei der Bearbeitung nehme ich so wenig Material wie möglich weg. Splitter und Fasern werden sauber entfernt, die Naturkanten weich geschliffen und die Platte so belassen, dass ihre gewachsene Form sichtbar bleibt. Das Massivholz soll kompakt und fest wirken und seine ursprüngliche Ausstrahlung behalten. Die fertige Fläche fühlt sich ruhig und weich an, ohne ihre natürliche Stärke zu verlieren.

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist das Hervorheben der besonderen Naturmerkmale. Eingewachsener Bernstein, Rindenbereiche und natürliche Öffnungen werden bewusst von Hand ausgearbeitet und sichtbar gelassen. Diese Details geben jeder Platte ihre einzigartige Wirkung und machen aus dem Tisch ein individuelles Werk mit Zeitgeschichte, das weit über das Übliche hinausgeht und mit anderen Materialien kaum möglich ist.
mehr zu Tischen mit eingewachsenem Bernstein

Für stark beanspruchte Tische wie Esstische nutze ich widerstandsfähige Oberflächensysteme, die das Holz schützen und seine natürliche Anmutung erhalten. Ein hochwertiger Finish schützt Holz vor Feuchtigkeit und Handling; auf Baumstammholz verwende ich zusätzlich einen sehr robusten Keramiklack mit feinsten Keramikpartikeln, die eine harte, haptisch weiche und edle Oberfläche zu erzielen. Gute Oberflächen sind nicht nur Optik, sondern auch Schutz vor Feuchtigkeit und Gebrauchsspuren.

Optimiert nach langjähriger Berufserfahrung und vielen Versuchsreihen müssen im Unterschied zu marktüblichen Massivholztischen meine Kauri-Tische nicht regelmäßig angeschliffen und nachgeölt werden. Die Oberfläche ist so aufgebaut, dass sie lange geschützt bleibt und im Alltag eine hohe Beständigkeit bietet. Holz bewegt sich zwar weiter als Naturmaterial, doch durch die Vorbereitung und Veredelung wird dieses Verhalten deutlich kontrolliert.

Jeden Kauri-Massivholztisch fertige ich in meiner Werkstatt in Goch in Handarbeit an. Dazu gehören das erste Begradigen und Hobeln, das Ausarbeiten von Öffnungen und Rindenbereichen, das mehrschichtige Ausharzen, das Schleifen der Kanten, das Schleifen der Oberfläche und der Schutzaufbau für eine langlebige, feuchtigkeitsresistente Oberfläche. So wird aus dem Rohmaterial Schritt für Schritt ein ausgefallener Tisch mit Hang zum Kunstwerk, für den stilvollen Essbereich bis hin zum repräsentativen Wohnraum.

Jedes meiner Tische erhält ein Unikat-Siegel mit fortlaufender Nummer. Dazu kommt ein Alterszertifikat, das die Herkunft und das Alter der Tischplatte dokumentiert. Besonders eingewachsener Bernstein und die außergewöhnliche Holzstruktur machen jeden Tisch nicht wiederholbar. So wird die Einzigartigkeit des Werkes sichtbar und nachvollziehbar.

Jeden Tisch fertige ich mit Leidenschaft, Demut und Ehrfurcht vor dem besonderen Kauri-Holz. Ich empfinde es als Privileg, aus diesen gewachsenen Platten ausgefallene Tische zu formen und ihnen ihre endgültige Gestalt zu geben. Für mich ist jeder Kauri-Tisch – ob aus Stamm oder Wurzel – ein seltenes Naturwerk mit eigener Präsenz.
Michael Beaupoil

Mit der sehr hochwertigen Bearbeitung und den besonderen, singulären Eigenschaften des subfossilen Kauri-Holzes erwerben Sie ein wertbeständiges Erbstück mit sammlerischem Charakter von dauerhafter Präsenz.
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